Der Puggle

Der Puggle ist ursprünglich eine Kreuzung zwischen Beagle und Mops. Welpen, deren Eltern Beagle und Mops sind, nennt man Puggle - das ist die erste Generation (F1).

Wenn man aber 2 nicht verwandte Puggle verpaart, kommen Welpen der 2. Generation zur Welt (F2).

Das besondere daran ist, daß die Welpen optisch und auch charakterlich ihren Eltern ähneln, aber auch teilweise ihren Großeltern (Beagle/Mops). Es werden Welpen geboren, die oftmals bunt sind, deren Gesichter dem Mops ähneln oder die Hängeohren vom Beagle haben.

 

In Amerika gibt es die 2. Generation schon öfter, in Deutschland aber waren wir die ersten, die ausschließlich Puggles der 2. , 3. und sogar der 4. Generation züchten.


Zuchtgedanke:

Der Unterschied zwischen der Puggle F1- und F2-Generation ist nur gering. Eindeutig sichtbar ist die vielfältige Färbung in der 2.Generation, die vom Mops und Beagle kommt. Die erste Generation gibt es in beige, schwarz und schwarz-braun.

Hintergrund unserer Zucht ist, den Puggle irgendwann als Rasse anerkennen zu lassen. Wir möchten bewusst weg von der Hybrid-Zucht und hin zur RASSE "Puggle".

Es gibt schon viele Hunderassen, aber es entstehen auch immerwieder neue. Bekannte Hunderassen, wie z.B. der Dackel entstanden ursprünglich auch aus verschiedenen Bracken-Kreuzungen.

Der Puggle ist eine gelungene Verpaarung zweier beliebter Hunderassen. Er hat inzwischen viele Anhänger, weil er sehr kinderfreundlich, sozial und aktiv ist. Das spricht viele Familien an...

Wesen der Puggles:

Wenn man sich für einen Puggle entscheidet, muß man damit rechnen, einen Hund zu bekommen, der aktiv sein kann! Hinzukommt, daß Puggles meist sehr schlau sind und nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden möchten. Unsere Hunde laufen auch sehr gerne neben dem Fahrrad und schwimmen für ihr Leben gern.

Andererseits haben Puggle auch die Charaktereigenschaften des Mopses. Sie liegen gerne auf dem Sofa und lassen sich beschmusen. ( Siehe auch "Beschäftigung eines Puggle")

Der Puggle ist aber kein erziehungsresistenter Hund, den man vor lauter Aktivität nicht bändigen kann. Das behaupten gerne Leute, die auch an der Erziehung einer anderen Hunderasse gescheitert wären.  

Größe/Gewicht:

 

Erfahrungsgemäß erreichen Puggle eine Größe von bis zu ca. 40cm. Wobei es auch immer Abweichungen geben kann. 

Das Gewicht sollte proportional gesehen werden und schwankt zwischen 12-19kg.

Ausnahmen auch hier. 

 

Pflege:

 

Ja, Puggle haaren! Es sind Hunde - die haaren nunmal zu 90%   :-)

Da sie aber nicht übermäßig haaren, genügt es, sie ab und zu mal zu bürsten, um die toten Haare aus dem Fell zu streichen. Dazu kaufen Sie sich am besten eine Art Gummistriegel in Handschuhform.   

 

Bei manchen Hunderassen ist es nötig, einmal jährlich die Krallen zu schneiden. Das Problem kenne ich persönlich nicht vom Puggle, vorausgesetzt, man hält ihn artgerecht und lässt ihn regelmäßig auf festem Untergrund laufen. Das nutzt auf natürlichem Weg die Krallen ab.

 

Der Puggle ist eine brachycephale (kurzköpfige) Hunderasse. Wir achten schon in den ersten Wochen auf die Zahnpflege, denn wenn Sie Ihrem Hund von Anfang an Kauknochen anbieten, liebt er seine Knochen, die ihm den Zusatzeffekt bringen, die Zähne zusätzlich zu reinigen.  

Dadurch bildet sich erst gar kein Zahnstein und Sie müssen ihrem Puggle nicht die Zähne putzen.

 

Immerwieder fragen mich Welpeninteressenten, ob Sie sich Welpenshampoo für ihr neues Familienmitglied kaufen sollen. Puggle gehören zu den robusten Hunden, die mit ihrem kurzen Fell kaum Pflege brauchen. Baden Sie ihren Hund bitte nur, wenn es unbedingt sein muß. Mit jeder Wäsche waschen Sie auch das Fett aus dem Fell und es entsteht ein Teufelskreis. Ihr Hund friert dann, weil ihm die natürliche Schutzschicht fehlt.

Wenn er sich mal gewälzt hat oder sich wirklich völlig dreckig gemacht hat, spricht nichts dagegen. Dann könne Sie ihren Puggle gerne abduschen, aber mehr nicht.

 

Die Ohrenpflege sollte auch nicht übertrieben werden. Durch die Schlappohren könnte man denken, daß der Puggle Ohrenprobleme haben müsste. Dadurch, daß das Fell aber kurz ist, werden die Ohren gut belüftet und es kommt zu keinen Entzündungen. Reinigen Sie die Ohren auch nur, wenn sie übermäßig schmutzig sind und auch dann nur außen, nicht zu tief im Ohr. 

 

Ernährung:

(kommt noch)

 

Jagdtrieb:

Puggle können Jagdtrieb besitzen - man sollte sich bewusst machen, daß sie eine ursprüngliche Kreuzung zwischen einem Jagdhund/Meutehund (Beagle) und einem Mops sind. Natürlich kann der Jagdtrieb deshalb vorhanden sein.

Andere Behauptungen halte ich in dem Fall leider für "Schönrederei"...

Bei unseren Hunden kann ich aber immerwieder feststellen, daß man einen vorhandenen Jagdtrieb durchaus steuern kann. Sonst wären ja Jagdgebrauchshunde gar nicht gezielt einsetzbar.

Achten Sie von Anfang an auf eine konsequente Erziehung. Lassen Sie nichts durchgehen und wenn Sie hauptsächlich davor Bedenken haben, daß ihr Hund evtl. weglaufen könnte/Jagdtrieb hat oder ähnliches Verhalten zeigen könnte, legen Sie darauf den Schwerpunkt.

 

Lassen Sie gerade in diesem Bereich nichts durchgehen, ihr Hund darf keinen Erfolg beim Jagen haben und es möglichst gar nicht erst kennenlernen. Lassen Sie ihren Hund nur auf Flächen frei laufen, wenn Sie sicher sind, daß dort kein Wild kreuzt. Sobald es der Fall sein kann, wird er angeleint, damit sie immer eingreifen können.

Zum Gehorsam: Unsere Hunde hören so gut, daß sie bei mir bleiben, wenn sie Wild sehen. Natürlich haben sie vereinzelt Jagdtrieb (manche auch gar nicht) und sitzen zitternd neben mir, weil sie am liebsten losrennen würden, aber ich kann es kontrollieren und sie werden dafür immer gelobt.

Das halte ich für sehr wichtig, denn Sie müssen auch bedenken, daß Sie Verantwortung dem Wild gegenüber haben.

 

 

 



Folgender Artikel unterstreicht nochmal die Problematik des Jagdtriebes und die Gesetze, die für verantwortungsvolle Hundebesitzer gelten :

"hundkatzemaus klärt über die Rechte von Tier und Mensch auf.

Wann gelten Haustiere als wildernd?
Das ist in den einzelnen Landesjagdgesetzen unterschiedlich geregelt:

Bei Hunden gestaltet sich die Sachlage etwas differenzierter: Hier gibt es größere Unterschiede zwischen den Jagdgesetzen der einzelnen Länder. Fast immer gilt ein Hund aber dann als wildernd, wenn er sich außerhalb des Einwirkungsbereichs seines Halters befindet und deutlich erkennbar Wildtieren nachstellt. Allerdings: Das Recht zu schießen gilt in der Regel nicht gegenüber Hirten-, Jagd-, Blinden- und Polizeihunden.

Generell gilt:
Erkundigen Sie sich zum Wohl Ihres eigenen Tieres und auch der Wildtiere bei Ihrem zuständigen Landesministerium oder der örtlichen Jagdbehörde über das jeweils geltende Gesetz zum Jagdschutz und halten Sie sich daran!

Wann gilt eine Anleinpflicht?
Sobald Waldwege verlassen werden, müssen Hunde in jedem Bundesland an der Leine geführt werden.

In einigen Bundesländern müssen Hunde im Wald allerdings immer angeleint sein. Das ist beispielsweise im § 17 des Waldgesetzes des Landes Schleswig-Holstein so festgelegt. In Niedersachen gilt ein solcher Leinenzwang dagegen nicht. Hier müssen Hunde nur während der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit vom 1. April bis 15. Juli eines Jahres angeleint sein. Andere Regelungen ergeben sich aus speziellen örtlichen Begebenheiten.

Auch hier gilt:
In der Regel sind Gebiete, in denen Leinenzwang herrscht, durch Schilder gekennzeichnet. Erkundigen Sie sich dennoch bei Ihrer Stadt oder Gemeinde, welche Vorschriften in Ihrem Bundesland und in Ihrem Wald gelten! Sogenannte „Listenhunde“ sind übrigens immer anzuleinen.

Quelle: www.vox.de"

"Hinzukommt auch, die Ansteckung mit verschiedenen Krankheiten, wie z.B. dem Fuchsbandwurm, ausgelegten Impfmitteln, Fallen, und die Gefahr von Fuchs- und Dachsbauten, Wildschweinen o.ä.

www.jagdrecht.de."

Puggle (9 Wo. alt) mit Katze:
Puggle lernen auch sehr gerne Tricks:

Puggle sind unheimlich kinderlieb. (Erziehung und langsames Ranführen an Kinder vorausgesetzt!)

Aber eine Garantie ist eine Rasse nie! Denn auch der beste Hund mit den besten Voraussetzungen muß als Familinehund scheitern, wenn Sie ihn nicht beschützen, führen und erziehen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
www.pugglezucht.net