Die ersten Tage mit Ihrem Pugglewelpe
 

 

 

Ab sofort beginnt für Sie und Ihren Hund eine sehr spannende und manchmal auch anstrengende Zeit!

Zuhause angekommen, lassen sie den Welpen erstmal frei laufen. Er darf sein neues Zuhause erkunden und ausgiebig schnüffeln.
Auch wenn die Familie und Verwandschaft es sicherlich kaum aushalten kann, lassen Sie die ersten 1-2 Tage möglichst keinen fremden Besuch zu. Es sind sehr viele Eindrücke, die auf Ihren Hund einströmen und er sollte erstmal lernen, wo sein Wasser/Futter steht und wo man sich melden soll, wenn man muß. Das sind die Prioritäten in den ersten Tagen, bevor man zur nächsten Lektion kommt.

Kennt ihr Welpe den täglichen Ablauf, können Sie auch gerne fremde Menschen kommen lassen, denn das ist
wichtig für die Prägung. Fremde sollten sich ruhig verhalten, sich gemütlich auf den Boden setzen und warten, bis der Welpe sich annähert. Unsere Welpen kennen natürlich schon fremde Menschen und stürmen meist fröhlich drauf zu, aber es gibt eben auch zurückhaltende Welpen, die man nicht überfordern sollte. Am Verhalten des Hundes merken Sie recht schnell, was man dem kleinen zumuten kann und was nicht.

Fütterung:

Sie bekommen von mir eine ausführliche Beratung über die Fütterung Ihres Welpen. Dazu notiere ich Ihnen auch die Menge des Futters, die Uhrzeiten und weitere Infos.
Diese sollten Sie möglichst beherzigen und nicht gleich das Futter komplett umstellen oder die Menge beliebig variieren, weil der kleine sooooo hungrig guckt o.ä.
Welpen reagieren auf Veränderung oft sehr sensibel, manchmal sogar mit Verdauungsproblemen. Das liegt daran, daß der Hund grundsätzlich erstmal Stress hat, wenn er von seiner Mutter und den Geschwistern getrennt wird und daran, daß sein Magen-Darm-Trakt bis dahin nur sein gewohntes Welpenfutter/unsere Beschäftigungskauartikel kennt.
Bleiben Sie die erste Zeit bei dem gewohnten Welpenfutter und den Knabbereien, die ich Ihnen empfehle,dann sind Sie auf der sicheren Seite. Um Verdauungsproblemen vorzubeugen, geben wir im Welpenpaket das gewohnte Welpenfutter für die ersten 7-10Tage mit.
Später können Sie natürlich auch das Futter umstellen. Dazu mischt man das neue Futter langsam unter das alte.

Achten Sie auch in Zukunft auf qualitativ hochwertiges Futter, was speziell auf die Bedürfnissen Ihres Hundes abgestimmt ist. (-> bedarfsgerecht füttern!)

Schlafen/Stubenreinheit nachts:

Optimal wäre es, wenn Sie für ihren Pugglewelpen eine Hundebox oder einen Kennell kaufen, in dem er nachts schlafen kann. Es eignet sich auch ein normaler Karton oder eine Spielkiste von den Kindern. In diese Kiste legt man eine kleine Decke und stellt sie neben Ihr Bett. Wichtig ist noch, daß diese Kiste nicht zu groß sein darf - ca. 50cm x 40cm und sie darf auch nicht zu niedrig sein, damit der kleine nicht allein rausklettern kann.
Gehen Sie abends nochmal raus, damit der Welpe sich lösen kann und dann beginnt die Nacht. In der o.g. Kiste untergebracht, neben Ihrem Bett stehend, wird der Welpe wahrscheinlich erstmal versuchen rauszuklettern. Der Vorteil ist, daß sie nun Ihre Hand aus dem Bett hängen können, um den kleinen zu streicheln und ihm zu zeigen, daß er nicht allein ist. Daraufhin beruhigt er sich schnell.
Hintergrund zu dieser Unterbringung in den Nacht ist, der Welpe kann sich nicht unbehelligt wegschleichen, da die Kiste oder der Kennell zu hoch für ihn ist. Er möchte aber auch nicht sein Nest beschmutzen wenn er muß, daher fängt er an zu jaulen. Sie werden dadurch geweckt und können den Welpen in den Garten tragen.
Wäre er in einem normalen Körbchen untergebracht, würde er leise aufstehen und wahrscheinlich ins Schlafzimmer machen.
Im Garten wird er natürlich überschwänglich gelobt und evtl. mit einem Leckerlie belohnt. (Die o.g. Größenangabe der Box bezieht sich ausschließlich auf nachts! Der Platz muß beengt sein. Tagsüber oder fürs Auto fahren braucht man natürlich eine größere Box!)

Stubenreinheit tagsüber:

Gerade in den ersten Tagen ist es wichtig, dem Welpen zu zeigen, wo er Pipi machen darf und wo nicht. Wenn man es erstmal schleifen lässt und er es sich angewöhnt, "mal" in den Flur zu pieschen, denkt er, er darf es grundsätzlich.
Beobachten Sie ihn - Pugglewelpen sind da wie kleine Kinder, die plötzlich nervös werden, hin- und hertippeln und verzweifelt nach einem passenden Plätzchen suchen. Wenn Sie dieses Verhalten beobachten, nehmen Sie den Welpen hoch und tragen ihn raus. Löst er sich draussen, wird er ganz besonders gelobt, gestreichelt und bekommt vielleicht sogar ein Leckerlie.
Sollte er drin mal hinmachen, weil Sie ihn nicht genügend beobachtet haben, machen Sie es kommentarlos weg. Es ist dann eh zu spät...
Früher hat man den Welpen noch mit der Nase reingetaucht, aber die Zeiten sind glücklicherweise vorbei.
Gerade bei schlauen Puggle zeigt sich sehr schnell, daß sie ganz genau verstehen, was man von ihnen will.

Außerdem legen wir in unserer Zucht schon den Grundstein für die Stubenreinheit, indem wir den Welpen einen Löseplatz anbieten. Ihm wird gezeigt, daß er nur an einen bestimmten Platz hinzumachen hat. Dafür wird er sehr stark gelobt und geknuddelt. Damit verbindet er also schonmal positives. Inzwischen haben wir mehrere Würfe, die mit 8 Wochen bei uns stubenrein sind.
Das ist enorm, aber natürlich keine Garantie, daß es bei Ihnen auch so gut läuft. Hier kann ich Ihnen gerne zeigen, wie Sie das Training fortführen und Sie bekommen Tips, damit es auch in Zukunft so gut klappt.

Alleinbleiben:

Richten Sie Ihrem Pugglewelpen einen festen Schlafplatz in ihrem "Hauptraum" ein. Meist ist es das Wohnzimmer, wo man sich am meisten aufhält. Dort bietet sich (wieder) eine Autobox/Kennel an, den man auch mal verschließen kann, wenn man den Raum verlässt.
Diese Box richtet man gemütlich her, legt eine kuschelige Decke rein, das gewohnte Spielzeug und etwas zu knabbern. Bringen Sie Ihrem Hund schon in den ersten Tagen bei, daß das sein Platz ist und er dort auf einen bestimmten Befehl hin, auch dort hingeht. Gängig ist hier der Begriff "Körbchen" oder "Decke" - wie sie möchten.
Dieser Ort wird nun sein Rückzugsort werden, wo er nicht gestört oder bedrängt werden darf.
Gerade bei Familien mit kleinen Kindern ist es wichtig, solch einen Platz für den Hund einzurichten, denn mit Kindern ist oft viel Trubel im Haus und in seinem Kennell kann der Welpe sich zurückziehen, wenn es ihm zu viel wird.
So vermeiden Sie auch, später einen Hund zu haben, der nach den Kindern schnappt o.ä.! Sobald der Hund in seinem Kennell ist, dürfen die Kinder nicht dran.


Das Alleinbleiben steigert man langsam. Man beginnt damit den Raum kommentarlos und ganz ruhig zu verlassen. Nach wenigen Sekunden kommt man wieder kommentarlos zurück. Achten Sie bitte gar nicht auf den Welpen, alles ist wie immer. Anfangs wird sich Ihr Hund noch wundern, warum Sie ständig hin- und herlaufen, aber bald schon wird es ihm zu langweilig, Sie zu beobachten oder gar hinterherzulaufen.
Funktioniert dies, steigern sie das ganze. Aber immer behutsam, sie haben Zeit ;-)
Gehen Sie mal für mehrere Minuten in einen anderen Raum, kommen wieder zurück, schließen auch mal die Tür, usw...
Geht das alles, locken Sie ihn in seinen Kennell. Geben ihm dort ein Leckerlie, schließen und öffnen Sie die Kennelltür, usw... Wichtig ist, daß sie die Lektionen nur steigern, wenn die vorherige Lektion wirklich gut klappt. Alles baut aufeinander auf.
Später können Sie Ihren Welpen also völlitg ruhig und zufrieden in den Kennell setzen und die Tür schließen, ohne, daß er jault o.ä. negatives Verhalten zeigt. (Damit ist nicht gemeint, daß der Welpe den halben Tag im Kennell verbringen soll!!!!! Bitte nur für kurze Zeit und darauf achten, daß der Hund Wasser zur freien Verfügung hat)

Das wiederum ist die Vorbereitung zum Autofahren in der Box. Der kleine kennt dann "seine" Box, kennt das Autofahren, weil wir schon mit ihm gefahren sind und fährt dann bei Ihnen genauso ruhig mit.

Bewegung:

Ein Welpe im Alter von ca. 8 Wochen braucht noch kaum Bewegung. Ein Garten, zum Entdecken, Toben und Rennen genügt völlig. Am Verhalten Ihres Puggle merken Sie schnell, wann er genug hat, denn bei Spaziergängen oder langem Spielen im Garten, würde er sich irgendwann einfach hinsetzen und keine Lust mehr auf weitere Aktivität haben.
Sollten Sie keinen eigenen Garten haben, kann man den Welpen auch auf öffentliche Grünflächen tragen, ihm sein Geschirr anlegen und sich eine genügend lange (mindestens 5m!!!) Schleppleine dazu kaufen. Dann hat der kleine eine recht großen Radius zum toben, man hat ihn aber immer gesichert an der Leine.

Achten Sie bitte darauf, daß Sie ihren Welpen im ersten Lebensjahr noch viel tragen und ihn nicht zu lange und ausdauernd laufen lassen! Gerade steile Treppen sind schlecht für die Gesundheit. Tragen Sie ihn so lange wie möglich. Auch Fahrradtouren und lange Wanderungen sind im 1. Jahr verboten. Später kann man den Puggle natürlich daran gewöhnen, aber nicht zu früh. Die Knochen des Welpen sind noch sehr weich und je mehr Sie aneinanderreiben, sich viel und ausdauernd bewegen, desto schneller nutzen sie ab.

Später hat er dann gesundheitliche Probleme, die man früher hätte vermeiden können.

Winter:

Grundsätzlich bin ich der Meinung, daß ein Puggle keinen Pulli und kein Mäntelchen im Winter braucht. Es gibt jedoch Ausnahmen.
Gerade wenn man im Herbst/Winter einen kleinen Puggle-Welpen bei sich aufnimmt, sollte man die Temperaturen beobachten. Sollte es nass und kalt sein, braucht ein 8 Wochen alter Welpe Schutz! Kaufen Sie ihm ruhig etwas Warmes, damit sein noch nackter Bauch geschützt ist und er sich nicht erkältet.
Sie werden sehen, daß er bereits im nächsten Jahr keinen Pulli o.ä. mehr braucht, weil er bis dahin dichtes Fell und im Winter sein Winterfell ausgebildet hat.

Erstausstattung Checkliste:

 

 

- 2 Näpfe (möglichst aus Edelstahl zum leichten Reinigen)

- 1 Hundebett/Hundekorb (80cm x 60cm)

- eine lange Leine oder eine Flexi-Leine (ca. 5m)

- Spielzeug (bekommen Sie auch von uns mit)

- Kauartikel/Beschäftigungsleckerlie (wenden Sie sich bitte persönlich an mich,

   ich sage Ihnen, was die Welpen bei uns schon kennengelernt haben)

 

Das bekommen Sie von uns mit:

 

- ein passendes Geschirr

- eine dazugehörige Leine 

- eine Fleecedecke mit Geruch von Mama + Geschwistern

- ein Stofftier

 

 

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